Praxis "Boot & Anker"
Traumazentrierter Fachbereich

Der traumzentrierte Fachbereich berücksichtigt besonders Probleme, die durch belastende Lebensereignisse und -situationen oder Entwicklungstraumata entstanden sind.

Schiff mit rotem Bug auf dem Wasser.

Kriterien für traumatisierende Entwicklungsbedingungen sind frühe Traumatisierungen wie:

  • sexueller Missbrauch und Misshandlung
  • emotionale und körperliche Vernachlässigung
  • häufige Bindungsabbrüche
  • frühe Migration

 

Einige Menschen erholen sich nach solchen einschneidenden Erfahrungen von selbst. Ein Großteil aber entwickelt Beschwerden, die sich nicht einfach wieder auflösen, sondern über lange Zeit bestehen bleiben. 

Zu den häufigsten Symptomen gehören sich aufdrängende, willentlich nicht steuerbare Erinnerungen an das Ereignis, die Vermeidung traumaähnlicher Reize, emotionaler und sozialer Rückzug, permanente Übererregung mit Unruhezuständen, Reizbarkeit und Wutausbrüchen, Schmerzen in verschiedenen Bereichen des Körpers ohne organische Ursache sowie Gefühle überdauernder Ohnmacht, Hilflosigkeit und eigener Mangelhaftigkeit. 

Im ungünstigsten Fall und leider nicht selten, kommt es zur Chronifizierung solcher Beschwerden, einhergehend mit schweren Persönlichkeitsveränderungen, Schulversagen, Arbeitslosigkeit, Suchterkrankungen und sozialem Abstieg.

Die Betroffenen und ihr Umfeld erleben die o. g. Traumasymptome als sehr belastend. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig traumazentrierte Hilfen anzubieten, die für möglichst alle Beteiligten entlastend wirken und einen chronischen Verlauf verhindern oder, falls dieser schon eingetreten ist, unterbrechen.

Diese Hilfen stellen wir in unserem traumazentrierten Fachbereich „Boot & Anker“ für Sie bereit. Wir haben unsere Praxis „Boot & Anker“ genannt, weil wir mit unseren Klienten „auf großer Fahrt durch hohe See im gleichen Boot sitzen“. Wir helfen als Kapitän, Lotse und Bootsbesatzung den richtigen Kurs aufzunehmen, Klippen zu umschiffen und zunehmend in ruhigeren Gewässern zu segeln, bis sie einen (halbwegs) sicheren Hafen gefunden haben, in dem sie den ANKER setzen können und wollen…

Qualifikationen

Die MitarbeiterInnen des traumazentrierten Fachbereichs „Boot und Anker“ weisen folgende Professionen auf:

  • Dipl. Sozialpädagoginen
  • Dipl. Sozialarbeiterinnen 
  • Sozialtherapeuten
  • Erzieherinnen
  • Krankenpflegekräfte

mit folgenden Zusatzqualifikationen:

  • Traumapädagogik & Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT)
  • Tiergestützte Pädagogik
  • Experientielle Reittherapie
  • Focusingbegleiter
  • Klientenzentrierte Gesprächsführung
  • Systemische Familientherapie & Familienberatung
  • Neurolinguistisches Programmieren
  • Anti-Aggressivitäts-Training®
  • Anti-Gewalt-Training/Coolness-Training®
  • Sozialtherapeut

Unsere Fachlichkeit im Bereich Traumazentrierte Fachberatung und Traumapädagogik ist sichergestellt durch Kooperationen mit dem FachInstitut für angewandte Psychotraumatologie (FIFAP) in Münster, zertifiziertes Weiterbildungsinstitut für Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung (DeGPT/BAG-TP) sowie für Spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT).
Nähere Informationen unter www.fifap.de sowie www.degpt.de

Selbstverständlich nutzen die MitarbeiterInnen des traumazentrierten Fachbereichs die Möglichkeit regelmäßiger Eigen- und Fallsupervision, der Teamreflexion sowie themenzentrierter Fort- und Weiterbildungsangebote.

grüner Kreis mit Dreieck mit der Spitze nach oben.